Medizinisches Handbuch See

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Produktinformationen "Medizinisches Handbuch See"

 

» Stellen Sie sich ein Mitglied einer Bordbesatzung mit eingeschränktem Gesundheitszustand vor, mit kontinuierlicher Verschlechterung und keiner Möglichkeit einer Krankenhausnotaufnahme in angemessener Zeit – dann, und nicht nur dann, ist die Schiffsführung in der Pflicht und sieht sich einer maximalen Herausforderung gegenüber.
Mit dem neuen Medizinischen Handbuch See, das Kapitäne und nautische Offiziere auf Handelsschiffen unter deutscher Flagge dazu anleitet, Erkrankungen und Verletzungen weitab jeder medizinischen Infrastruktur gemäß eines gemeinsamen Standards zu versorgen, ist den Autoren und der Herausgeberin BG Verkehr ein wirklich großer Wurf gelungen.
Als ein Handbuch von ärztlichen Praktikern für nicht ärztliche Praktiker folgt es konsequent dem bestechend logischen Ziel, der medizinischen Versorgung auf See eine bestmögliche Handlungssicherheit zu geben. Dieser Notfallmanager in Buchform sollte immer in Griffweite sein.
Plakative Fotos sagen ebenso wie didaktisch perfekte grafische Darstellungen immer mehr als Worte. Dem folgt das Handbuch konsequent. Der Text ist strikt kompakt gehalten, ist überaus klar gegliedert und wird durch eindrucksvolle bildliche Darstellungen ergänzt. Zudem sind Text und Bild mit dem didaktischen Konzept des medizinischen Ausbildungsszenarios von Kapitänen und nautischen Offizieren kompatibel.
So kann im Fall der Fälle ein unmittelbares geistiges und handlungsorientiertes Andocken an bereits verinnerlichte Kernkompetenzen erfolgreich gelingen. Das wird durch die extrem klare Gliederung in optisch überaus gefälligem Layout auf jeder der über 500 Seiten durchgängig gewährleistet.
Die Autoren und die Herausgeberin haben ihr Ziel erreicht, dass an Bord medizinische Maßnahmen passgenau umgesetzt werden können, wenn es darauf ankommt. Seinen vorrangigen Zweck, die Krankenversorgung auf See unterstützend bestmöglich sicherzustellen, erreicht das neue Handbuch also ganz klar mit einer Auszeichnung.
Kapitäne und nautische Offiziere können sich mit dem vorliegenden Werk auf einen Berater verlassen, der ihnen die sichere Hand ermöglicht und diese dann auch systemkonform führt. Das Handbuch kann den Behandlungserfolg zwar nicht garantieren, aber es ist ein sicherer Coach für eingewiesene medizinische Laien und wird dazu beitragen, gesundheitliche Gefährdungen von Leib und Leben auf hoher See bestmöglich abzuwenden.
Nicht zuletzt ist das Medizinische Handbuch See zugleich auch ein optimales Lehrbuch für Kapitäne und nautische Offiziere. Es kann auch gut als Anleitung für Übungsszenarios herangezogen werden – und nicht nur das: Auch wenn Grundvoraussetzungen wie Medikamentenvorrat und Sanitätsmaterialausstattung womöglich dann nicht denen der „Kauffahrteischiffe“ entsprechen, bietet es überaus wertvolle zu adaptierende Hinweise für vergleichbare isolierte medizinische Situationen, wie sie sich auf privaten seegehenden Fahrzeugen oder etwa Expeditionen an Land im Sinne der „Wilderness Medicine“ präsentieren können. «

Dr. med. Ulrich van Laak
Flottenarzt
Abteilungsleiter Maritime Medizin
Schiffahrtmedizinisches Institut der Marine.

 

Seitenanzahl: 540 

Größe: 30,3 x 21,7 cm

Gewicht: 2,9 kg

Sprache: Deutsch

Autor: Langenbuch, Ewen, Tülsner

ISBN 978-3-87166-071-9

 

REZENSIONEN 

Flugmedizin-Tropenmedizin-Reisemedizin (FTR), Februar 2020 
Neues Standardwerk für Seeschiffe unter deutscher Flagge
Medizinisches Handbuch See

» Das "Medizinische Handbuch See" ist ein neu erschienenes Standardwerk für die medizinische Hilfe auf See. Anschauliche, leicht verständliche Texte und zahlreiche Abbildungen sollen Seeleuten und allen Interessierten, die sich fernab professioneller Hilfe bewegen, die medizinische Versorgung von verletzten oder erkrankten Personen erleichtern.

Kein Arzt an Bord
Mitten auf See und weit entfernt vom nächsten Arzt oder Krankenhaus - das ist die Realität für die meisten Seeleute. Schiffsärzte sind nur für Schiffe mit mehr als 100 Personen an Bord und 3 Tagen Reisedauer vorgeschrieben. Auf Schiffen ohne Ärzte hat der Gesetzgeber die Verantwortung für die medizinische Betreuung an Bord dem Kapitän übertragen. Auf größeren Seeschiffen delegiert der Kapitän diese Aufgabe üblicherweise an den Zweiten Nautischen Offizier. Nautische Schiffsoffiziere erhalten im Rahmen ihrer Ausbildung eine kurze medizinische Grundausbildung: In 80 Unterrichtsstunden lernen sie die Grundlagen der maritimen Medizin und erweiterten Ersten Hilfe. Alle 5 Jahre sind Wiederholungslehrgänge mit 40 Unterrichtsstunden für Offiziere auf Schiffen in der internationalen Fahrt Pflicht. Bei einem Notfall an Bord eines Seeschiffes sind damit Nichtmediziner für die mitunter sehr weitreichende Behandlung erkrankter oder verletzter Personen verantwortlich. Sie dürfen beispielsweise rezeptpflichtige Medikamente - sogar Betäubungsmittel - verabreichen. Auch das Nähen offener Wunden gehört zum "Standardportfolio". Seeleute dürfen mehr und umfassendere medizinische Eingriffe vornehmen, als es an Land jahrelang medizinisch ausgebildetem Personal erlaubt wäre. Der Grund: Mitten auf dem Ozean kann es Tage dauern, bis professionelle medizinische Hilfe von außen eintrifft. Wieviel Verantwortung Schiffsoffiziere gerade in Notlagen tragen müssen, zeigt ein Vergleich zur Situation an Land: Die Bandbreite an Behandlungsmaßnahmen, die Gesundheits- und Krankenpfleger durchführen dürfen, ist deutlich geringer. So sind Notfallsanitätern weitgehende invasive Maßnahmen untersagt, bevor ein Arzt eintrifft - selbst wenn diese Zeitverzögerung Lebensgefahr bedeutet.

Praxishilfe an Bord
Das "Medizinische Handbuch See" enthält Schritt-für-Schritt-Erklärungen für alle medizinischen Behandlungen und Notfälle an Bord. Diese sind so aufgebaut, dass auch für komplizierte MaІnahmen keine medizinischen Vorkenntnisse erforderlich sind. Jede Verletzung oder Krankheit wird systematisch mit den 4 Schritten Ursachen - Symptome – Behandlung - Medikamente dargestellt. Das Buch ist in 4 Teile unterteilt. Abschnitt A beschreibt lebensbedrohliche Notfälle, die sofort behandelt werden müssen. Teil B erklärt komplexe Behandlungsmaßnahmen Schritt für Schritt mit vielen Grafiken und Fotos. Teil C enthält alle Erkrankungen und Verletzungen, die keinen lebensbedrohlichen Notfall darstellen. Im Teil D - Gesundheitsschutz an Bord - stehen hygienische Grundsätze und rechtliche Vorgaben im Vordergrund. Herausgeberin des Buches ist die Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft PostLogistik Telekommunikation (BG Verkehr). Die Autoren sind Dr. med. Philipp Langenbuch und Annelie Ewen vom Seeärztlichen Dienst der BG Verkehr sowie Dr. med. Jens Tülsner, Geschäftsführer von Marine Medical Solutions. Besonderen Wert haben die Autoren bei ihrem Buch auf die Expertise von Fachleuten gelegt. Fachärzte, Notärzte, Feuerwehrleute, Seeleute, Anbieter medizinischer Wiederholungslehrgänge, Fachleute des Robert Koch-Instituts, des Instituts für Rechtsmedizin im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der Hafenärztliche Dienst Hamburg, Juristen und auch Lehrgangsteilnehmer waren an dem Buch beteiligt, um ein hohes medizinisches Niveau bei gleichzeitigem Praxisnutzen zu gewährleisten. Auch aktuelle medizinische Leitlinien verschiedener Fachgesellschaften wurden berücksichtigt.

Baustein der Medizin an Bord
Das Handbuch ist neben Ausbildung, Ausstattung und funkärztlicher Beratung ein Baustein der medizinischen Versorgung an Bord von deutschflaggigen Schiffen. Es ist an aktuelle gesetzliche Vorgaben angepasst, um die Ausbildung von Schiffsoffizieren und Kapitänen zu unterstützen. Weiterhin ist es auf die medizinische Ausstattung von deutschflaggigen Handelsschiffen abgestimmt und empfiehlt die Medikamente und Hilfsmittel, die auch in der Schiffsapotheke enthalten sind. Zwei der 3 Autoren arbeiten beim Seeärztlichen Dienst der BG Verkehr, dem zugleich die Geschäftsführung des Fachausschusses für die medizinische Ausstattung an Bord obliegt. Als professionelle medizinische Hilfe bei Notfällen auf Seeschiffen steht der Funkärztliche Beratungsdienst Cuxhaven {TMAS Germany) den Seeleuten 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung. «

Christian Bubenzer, Hamburg 

 

Täglicher Hafenbericht, Mittwoch 5. Februar 2020 
BG Verkehr hat Coronavirus im Blick
Vor Kurzem erschienenes „Medizinisches Handbuch See“ enthält wertvolle Tipps

» Die Entwicklung rund um den gesundheitsbedrohenden Coronavirus beschäftigt auch die Berufsgenossenschaft Verkehr (BG Verkehr) in Hamburg. 
Das jedenfalls betont Christian Bubenzer von der Dienststelle Schiffssicherheit. Er verweist dabei darauf, dass in das erst vor Kurzem neu veröffentlichte „Medizinische Handbuch See“ des Seeärztlichen Dienstes der BG Verkehr bereits verschiedene konkrete Empfehlungen eingearbeitet wurden. Es geht dabei auch und gerade um Hygienemaßnahmen bei der Behandlung von möglicherweise infizierten Personen an Bord. So müsse sich das behandelnde Fachpersonal unbedingt auf seinen Eigenschutz besinnen. Dazu gehört zum Beispiel, dass das Betreuungspersonal auf die an Bord befindliche persönlichen Schutzausrüstung (PSA) zurückgreift, also Untersuchungshandschuhe, OP-Mund-Nasenschutz oder die sogenannte Einmal-Schürze. 
Ganz wichtig sei auch die Händehygiene mit entsprechenden hochwirksamen Desinfektionsmitteln. Was die potenziellen Patienten betrifft, sollten in jedem Fall Isolationsmaßnahmen von Infektionsverdächtigen und deren Kontaktpersonen eingeleitet werden. Bei Verdachtsfällen sollte die Schiffsführung sehr frühzeitig den funkärztlichen Beratungsdienst Cuxhaven kontaktieren. Dessen Experten können bereits konkrete Hilfe gewähren. «

 

Medizinisches Handbuch See, Schiff & Hafen, Februar 2020 

» Erkrankt oder verletzt sich ein Seemann an Bord, übernimmt im Normalfall der Zweite Nautische Offizier die medizinische Behandlung. Das neue Medizinische Handbuch See ist genau auf diese Zielgruppe ausgerichtet. Seeleute finden in dem Buch verständliche und praxisgerechte Schritt-für-Schritt-Erklärungen für alle medizinischen Behandlungen. Jede Verletzung oder Krankheit wird systematisch mit den vier Schritten Ursachen - Symptome- Behandlung -Medikamente dargestellt. Das Buch ist optimal auf die medizinische Versorgung an Bord von deutschen Seeschiffen abgestimmt, die aus den Bausteinen Ausbildung, Ausstattung und Funkärztliche Beratung besteht. Das neue Handbuch ist auf Handelsschiffen unter deutscher Flagge verbindlich vorgeschrieben. «

 

Deutsche Seeschifffahrt, 1. Quartal 2020
Lebensrettende Lektüre als Neuauflage 

» Klar, Kapitäne und nautische Offiziere sind keine Ärzte. Doch bei Notfällen auf hoher See entscheidet ihr medizinisches Wissen mitunter über Leben und Tod. Das Standardwerk "Medizinisches Handbuch See" vermittelt den Verantwortlichen das notwendige Know-how. In verständlicher Sprache erhalten Schiffsoffiziere eine professionelle Anleitung für Behandlungen an Bord- abgestimmt auf die aktuelle maritime Ausrüstung. Medizinische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ein unverzichtbarer Wegbegleiter auf allen Ozeanen. Auch auf Englisch erhältlich. «

 

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Nr. 3, Dezember 2019 
Neues Medizinisches Handbuch See
Der Notfallhelfer in Buchform gehört auf jedes deutsche Schiff

» Es passierte in Sekunden: Im Maschinenraum des Tankers pfiff plötzlich Dampf aus einem Verteiler. Ein junger Seemann wurde an Rumpf, linkem Unterarm und den Vorderseiten beider Beine verbrüht. Neben schmerzhaften Rötungen bildeten sich schnell große Blasen auf seiner Haut. Der nächste Hafen Salalah in Oman lag da 540 Seemeilen, zwei Tage Fahrt durchs Arabische Meer entfernt. Kapitän und Crew mussten selbst handeln, umgehend. 
Neben den medizinischen Kenntnissen, die nautische Offiziere in der Ausbildung erwerben und alle fünf Jahre auffrischen müssen, gibt es auf Schiffen unter deutscher Flagge drei wichtige Helfer in solchen Notfällen: einen gedruckten Ratgeber, die Bordapotheke und die Funkärztliche Beratung (TMAS Germany). Alle wirken zusammen. 
Bereits 1888 gab es eine „Anleitung zur Gesundheitspflege an Bord von Kauffahrteischiffen“. Zwischen diesem Heftchen und dem heutigen Handbuch – das über 500 Seiten hat – liegen Welten. Der neue Ratgeber ist bewusst für Helfer ohne medizinische Praxis geschrieben. Er führt in verständlichen Worten Schritt für Schritt voran. 
Für den Fall des verbrühten Mechanikers wird im Handbuch erklärt, wie Verbrennungen zu klassifizieren und dass sie lebensbedrohlich sind, sobald sie 15 Prozent der Hautoberfläche betreffen. Dann muss dem Verletzten Flüssigkeit zugeführt werden, womöglich muss er beatmet und ihm ein Harnröhrenkatheter gelegt werden. Wie das zu geschehen hat und was eventuell zusätzlich mit dem Funkärztlichen Dienst zu klären ist, beschreibt das Handbuch detailliert. Es hält neben Text insgesamt 250 Fotos, 100 Grafiken bereit. Über QRCodes können auch 18 Video-Anleitungen genutzt werden. Alles ist auf die Möglichkeiten an Bord zugeschnitten und verweist auf Hilfsmittel und Medikamente aus der Bordapotheke. 
Der Ratgeber soll auch in der Ausbildung von Schiffsoffizieren und für Übungen genutzt werden. Neben Medizinern haben Experten der Feuerwehr, Kapitäne und Juristen für noch mehr inhaltliche Qualität gesorgt. Das Buch liefert aktuellste Behandlungsanleitung für viele Notfälle und Erkrankungen – von der Erkältung bis zu Herzinfarkt. Innerhalb der nächsten zwölf Monate gehört das Medizinische Handbuch See an Bord jedes Schiffes unter deutscher Flagge. 
Für zusätzliche Verbreitung sollte sorgen, dass es in der Binnenschifffahrt und anderen Verkehrsbereichen nichts Vergleichbares gibt. Auch Dschungelcamper, Hobbysegler, Trekkingurlauber – eigentlich alle Interessierten ohne medizinische Vorkenntnisse – können von diesem Notfallmanager in Buchform profitieren. «

 

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Nr. 3, Dezember 2019 
SOCIAL LIFELINE – Aktuelle Nachrichten zum sozialen Leben an Bord und zur Knappschaft-Bahn-See
Gehört auf jedes deutsche Schiff: Das neue Medizinische Handbuch See

» Einen Gesundheits- und Erste-Hilfe-Ratgeber auf deutschen Handelsschiffen gibt es seit 1888. Das jetzt druckfrisch vorliegende Medizinische Handbuch See ist der bisher umfassendste Helfer, der an Bord bei Verletzungen oder Erkrankungen zu Rate gezogen werden kann. Es passierte Anfang April im Arabischen Meer: Im Maschinenraum eines Tankers pfiff ganz plötzlich Dampf aus einem Verteiler. Ein 29-jähriger Seemann wurde an Rumpf, linkem Unterarm und den Vorderseiten beider Beine verbrüht. Neben schmerzhaften Rötungen bildeten sich schnell große Blasen auf seiner Haut. Der nächste Hafen Salalah in Oman lag da 540 Seemeilen, zwei Tage Fahrt entfernt. Doch dem Verletzten musste umgehend geholfen werden. Neben den medizinischen Kenntnissen, die nautische Offiziere in der Ausbildung erwerben und alle fünf Jahre auffrischen müssen, können Kapitän und Crew auf Schiffen unter deutscher Flagge in solchen Notfällen auf drei Helfer bauen: auf einen gedruckten Ratgeber, die Bordapotheke und die Funkärztliche Beratung (TMAS Germany). Alle drei wirken zusammen. Das neue Medizinische Handbuch See ermöglicht die schnelle „Diagnose“. Es führt Helfer ohne medizinische Praxis Schritt für Schritt dabei voran, Verletzte oder Erkrankte zu versorgen. Alles ist zugeschnitten auf die begrenzten Möglichkeiten an Bord und verweist auf Hilfsmittel und Medikamente aus der Bordapotheke.
Für einen Fall wie den des verbrühten Mechanikers erklärt das Handbuch, wie Verbrennungen zu klassifizieren sind und dass sie lebensbedrohlich sind, sobald sie 15 Prozent der Hautoberfläche betreffen. Daraus folgt: Dem Verletzten muss Flüssigkeit mittels Infusionen und Getränken zugeführt werden, er braucht womöglich zusätzliche Beatmung, ihm ist ein Harnröhrenkatheter zu legen. Wie all das zu geschehen hat und was eventuell zusätzlich mit dem Funkärztlichen Dienst zu klären ist, beschreibt das Handbuch detailliert. Es hält neben Text insgesamt 250 Fotos und 100 Grafiken bereit. Über QR-Codes können beispielsweise auch 18 Video-Anleitungen und die aktuellsten Formulare genutzt werden.
Alles zielt auf größtmögliche Handlungssicherheit. Von Ursachen und Symptomen wird unmittelbar zur notwendigen Behandlung übergeleitet. Das Medizinische Handbuch betrachtet eine große Bandbreite von Notfällen und Erkrankungen – von der Erkältung bis zum Herzinfarkt. Helfer erhalten kurze, eindeutige Anweisungen zur Ausführung der notwendigen Handgriffe und Abläufe. Warnhinweise sind mit Ausrufezeichen hervorgehoben. In zwei weiteren Handbuch-Teilen zu Krankheitslehre und Gesundheitsschutz an Bord gibt es vertiefende Informationen und Erläuterungen. Alle Inhalte beziehen gesetzliche Vorgaben ein und fußen auf aktuellen medizinischen Leitlinien.
Der neue Ratgeber hat über 500 Seiten und wiegt knapp drei Kilogramm. Doch der Unterschied zur letztmalig 2007 aufgelegten Vorgängerpublikation liegt an anderer Stelle: „Wir haben uns konsequent auf den Standpunkt begeben, für jedermann verständlich zu schreiben, keine lateinischen Fachbegriffe zu verwenden, durch Sachlichkeit Angst zu nehmen und alles auf die direkte Erfahrungswelt an Bord zu beziehen“, erklärt Dr. Philipp Langenbuch, Leiter des Seeärztlichen Dienstes bei der BG Verkehr. „Das Handbuch sollte auch in der Ausbildung und für Übungsszenarien gut nutzbar sein“, ergänzt Annelie Ewen, die bei der BG die medizinischen Wiederholungsseminare koordiniert.
Für die umfassende Qualitätssicherung sorgten neben Medizinern auch Experten der Feuerwehr, Kapitäne – die stets auch in medizinischen Notfällen an Bord verantwortlich sind –, sowie Gesundheitsschutzexperten und Juristen. „Dieses Werk ist ein unverzichtbarer Ratgeber für Seeleute und wird die medizinische Versorgung auf Seeschiffen ganz wesentlich verbessern“, ist etwa Prof. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor des Unfallkrankenhauses Berlin, überzeugt. Innerhalb der nächsten zwölf Monate gehört es verbindlich an Bord jedes Schiffes unter deutscher Flagge. Auch in der Binnenschifffahrt und im Freizeitbereich gibt es nichts Vergleichbares. Im Frühjahr 2020 soll das Handbuch auch mit englischem Text vorliegen. «

 

BGdirekt, Ausgabe 12/201
Medizinisches Handbuch See neu erschienen

» Passiert an Bord eines Seeschiffes ein Unfall, ist ärztliche Hilfe meist weit entfernt. Dann hilft das Medizinische Handbuch See, das vom Seeärztlichen Dienst der BG Verkehr konzipiert wurde.

Wenn in Deutschland ein schwerer Unfall passiert, dauert es durchschnittlich neun Minuten, bis Rettungssanitäter oder Notärzte vor Ort sind. Aber bei einem Unfall an Bord eines Schiffes, das auf hoher See unterwegs sind, kann es Stunden oder Tage dauern, bis sich der Verletzte in ärztliche Obhut begeben kann. Für solche Fälle hat der Seeärztliche Dienst der BG Verkehr das Medizinische Handbuch See konzipiert, das jetzt in der ersten Auflage erschienen ist. Das Buch richtet sich an Kapitäne und Schiffsoffiziere, die auf sich allein gestellt für die medizinische Versorgung an Bord verantwortlich sind. Für unter deutscher Flagge fahrende Schiffe gehört das Handbuch zur Pflichtausstattung. Als Lehrbuch für die medizinische Ausbildung von Kapitänen und nautischen Offizieren orientieren sich die Kapitel Notfälle, Behandlungsmaßnahmen, Krankheitslehre und Gesundheitsschutz an Bord an den gesetzlichen Vorgaben der Lehrgangsinhalte der Maritimen-Medizin-Verordnung. Das Autorenteam hat den Grundsatz verfolgt, medizinische Sachverhalte für Laien verständlich darzustellen und ihnen bestmögliche Handlungssicherheit zu geben. Medizinische Fachausdrücke werden soweit es geht vermieden. Zahlreiche praxis- und bordbezogene Fotos und Grafiken sorgen für hohe Anschaulichkeit.

Videos unterstützen bei medizinischen Maßnahmen.

Zusätzlich können über QR-Codes insgesamt 18 Videos zum Beispiel über Wiederbelebung oder das Entfernen von Fremdkörpern in den Atemwegen abgerufen werden. Dies unterstützt beim Lernen und Auffrischen aber auch bei der Vorbereitung einer medizinischen Maßnahme (z.B. Infusionsbehandlung, Richten eines Bruches). Weiterhin können über QR-Codes alle für die medizinische Versorgung an Bord erforderlichen Formulare in der aktuellen Fassung abgerufen werden. «

 

TÄGLICHER HAFENBERICHT, November 2019 
Praxishilfe bei Notfällen an Bord
Neues „Medizinisches Handbuch See“ für Schiffsoffiziere und Kapitäne erschienen

» Die BG Verkehr hat mit dem „Medizinischen Handbuch See“ eine völlig neu konzipierte Praxishilfe für Schiffsoffiziere und Kapitäne herausgegeben. Das Handbuch löst die alte „Anleitung zur Krankenfürsorge auf Kauffahrteischiffen“ ab. 
Das „Medizinische Handbuch See“ ist das neue Standardwerk für die medizinische Hilfe auf See und ist auf Handelsschiffen unter deutscher Flagge verbindlich vorgeschrieben. Schiffsoffiziere, die bei medizinischen Behandlungen und Notfällen auf See weitgehend auf sich allein gestellt sind, finden in dem Buch verständliche und praxisgerechte Schritt-für-Schritt- Erklärungen für alle medizinischen Behandlungen. 
Die Autoren des Buches – Dr. Philipp Langenbuch und Annelie Ewen vom Seeärztlichen Dienst der BG Verkehr sowie Dr. Jens Tülsner, Geschäftsführer von Marine Medical Solutions und früherer Medical Director von Aida Cruises – beschränken sich bewusst aufs Wesentliche und verzichten auf medizinische Fachausdrücke. Damit ist sichergestellt, dass nautische Offiziere das Buch bei allen medizinischen Vorkommnissen an Bord wirkungsvoll nutzen können. 
Mehr als 250 Fotos, 100 Grafiken und 18 über QR-Codes abrufbare Lehrvideos veranschaulichen auch kompliziertere Behandlungsmaßnahmen. Zugleich ist das „Medizinische Handbuch See“ auch Lehrbuch für die medizinische Ausbildung von Schiffsoffizieren.
Die im Buch vorgestellten Behandlungsmaßnahmen wurden mit Teilnehmern von medizinischen Wiederholungslehrgängen auf Praktikabilität und Verständlichkeit getestet. Zudem ließen die Autoren des Buches die Inhalte von Ärzten der Funkärztlichen Beratung (Medico) Cuxhaven sowie verschiedenen Fachärzten aus den wichtigen medizinischen Teilgebieten prüfen. … « 

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